Die Unionbrücke in Offenburg ist eine der wichtigsten Verkehrsschlagadern der Stadt und wird jetzt neu geplant, weil das bestehende Bauwerk nicht sanierungsfähig ist: Die Brücke stammt aus einer älteren Bauzeit und wurde zwar 2011 provisorisch stabilisiert, diese Maßnahmen waren jedoch von Anfang an nur als Übergang gedacht. Größere Eingriffe in die bestehende Brücke sind wirtschaftlich und technisch kaum sinnvoll, die Stadtverwaltung hat sich daher dazu entschlossen, statt viel Geld in eine nur kurzfristige Lösung zu investieren, einen kompletten Neubau zu planen.
Die Brücke verbindet wichtige Teile Offenburgs miteinander und überquert dabei die Bahnanlagen in unmittelbarer Nähe des Hauptbahnhofs. Würde die Brücke wegfallen, oder dauerhaft gesperrt, hätte das erhebliche Auswirkungen auf den Verkehr und den Alltag vieler Menschen. Eine funktionierende Verbindung muss daher erhalten bleiben.
Die Neuplanung der Brücke bietet gleichzeitig die Chance die Brücke an heutige Anforderungen anzupassen. Während die alte Konstruktion vor allem auf den Autoverkehr ausgerichtet war, soll der Neubau auch bessere Bedingungen für Fußgänger, Radfahrer und den öffentlichen Verkehr schaffen. Es geht also nicht nur darum, ein Problem zu beheben, sondern die Infrastruktur insgesamt zukunftsfähiger zu machen.
Die Stadt Offenburg hat in diesem Zusammenhang einen Planungswettbewerb organisiert bei dem 9 Büros mit Entwürfen für die neue Brücke teilgenommen haben.
Die TTK hat gemeinsam mit KFWM Architekten und Engelsmann Peters GmbH einen Entwurf erarbeitet, der unter anderem auf mehr Sicherheit und Qualität für Fuß- und Radverkehr setzt. Die städtebauliche Einfügung und die Schaffung zusätzlicher Grünflächen waren auch ein zentraler Punkt des Vorschlags.
Das Preisgericht hat unseren Entwurf unter die besten vier Vorschläge gewählt und hat uns somit in die Preisgruppe aufgenommen, die an der zweiten Stufe des Verfahrens teilnehmen darf.
Wir freuen uns sehr, dass unsere Arbeit an diesem spannenden und für Offenburg zentralen Projekt zur Modernisierung und Sicherung der Überquerung der Bahnstrecke wertgeschätzt wird und machen uns nun mit Freude an die Ausarbeitung des Entwurfs für das Verhandlungsverfahren!
Im Juli 2026 soll ein weiteres Preisgericht den Siegerentwurf auswählen. Das beauftragte Büro beziehungsweise die ausgewählte Bietergemeinschaft übernimmt anschließend die weiteren Planungsleistungen für den Neubau der Unionbrücke.